Anfänger Growguide

18.04.2024
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Der Gedanke an den Anbau von Cannabis mag zunächst einschüchternd wirken, aber keine Sorge – dieser Leitfaden wurde speziell für Anfänger wie dich entwickelt.

Wir verstehen, dass du vielleicht nicht gleich mit allen Details überflutet werden möchtest. Deshalb werden wir uns in diesem Guide auf die Grundlagen konzentrieren, damit du ein solides Verständnis für den Indoor-Cannabis-Anbau entwickeln kannst. Unser Ziel ist es, dir das nötige Vertrauen und Wissen zu vermitteln, um erfolgreich und mit Freude deine eigenen Pflanzen anzubauen.

Inhalt

• Warum Indoor-Anbau?
• Vorteile gegenüber Outdoor-Anbau

• Auswahl des Anbauorts
• Belüftung und Klimakontrolle

• Töpfe und Erde
• Beleuchtungssysteme
• Belüftung und Abluft

Die Cannabis-Wachstumsphasen und Pflege während des Anbaus

• Samenauswahl
• Anzuchtmethoden
• Lichtzyklen 

• Pflege der Pflanzen
• Düngung und Nährstoffe
• Trainingstechniken

• Wechsel zum Blütezyklus

• Erkennen der Erntezeit
• Ernteprozess
• Trocknung und Aushärtung
• Lagerung und Vorbereitung für den Konsum

Einführung in den Indooranbau

Warum wählen viele Cannabis-Enthusiasten den Indoor-Anbau? Der Indoor-Anbau bietet eine Kontrolle über Umweltfaktoren, die im Freien schwer zu erreichen ist. Durch die Möglichkeit, Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit präzise zu steuern, können Gärtner ein optimales Umfeld für gesundes Pflanzenwachstum schaffen. Im Vergleich zum Outdoor-Anbau ermöglicht Indoor-Anbau ganzjährige Kultivierung unabhängig von klimatischen Bedingungen und geografischer Lage.

Raumauswahl und Vorbereitung

Die Wahl des richtigen Raums ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum erfolgreichen Indoor-Cannabis-Anbau. Idealerweise sollte der Raum ausreichend Platz, gute Belüftung und diskreten Zugang bieten. Überlege dir, wie viel Platz du für den Anbau benötigen wirst, und bedenke dabei nicht nur die Größe der Pflanzen, sondern auch den Platzbedarf für Ausrüstung wie Töpfe und Lampen.

Sobald der Raum ausgewählt ist, geht es an die Vorbereitung. Achte darauf, den Raum gründlich zu reinigen und sicherzustellen, dass er frei von Schädlingen und Krankheiten ist. Eine gute Belüftung ist essenziell, um frische Luft zuzuführen und mögliche Gerüche zu kontrollieren. Die Platzierung der Pflanzen sollte strategisch erfolgen, um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten.

Die Raumvorbereitung ist der Schlüssel zur Schaffung eines Umfelds, in dem deine Cannabis-Pflanzen optimal gedeihen können. Ein gut vorbereiteter Raum erleichtert zudem die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, was wiederum das Risiko von Problemen minimiert. In den kommenden Abschnitten werden wir uns detaillierter mit den verschiedenen Aspekten der Raumauswahl und -vorbereitung befassen, um sicherzustellen, dass dein Indoor-Anbau auf einem soliden Fundament steht.

Notwendiges Equipment

Damit dein Indoor-Anbau reibungslos verläuft, ist es wichtig, das notwendige Equipment sorgfältig auszuwählen. Hier sind die grundlegenden Elemente, die du benötigen wirst:

Zelt/Growbox: Das Zelt ist der Raum, in dem deine Pflanzen wachsen. Wähle ein Zelt, das groß genug für die Anzahl der Pflanzen ist, die du anbauen möchtest. Es ist wichtig, genügend Platz für das Wachstum der Pflanzen einzuplanen, sowie Raum für das Beleuchtungs- und Belüftungssystem zu berücksichtigen.

Hochwertige Zeltmaterialien sind oft aus robustem Gewebe gefertigt, das Licht und Gerüche im Zelt hält. Das Material sollte reflektierend sein, um das Licht gleichmäßig auf die Pflanzen zu verteilen. Letztendlich ist es wichtig, ein Zelt zu wählen, das deinen Bedürfnissen entspricht und die richtige Umgebung für das gesunde Wachstum deiner Pflanzen schafft. Vor dem Kauf ist es ratsam, Bewertungen zu lesen und Empfehlungen von erfahrenen Growern einzuholen. 

Töpfe und Erde: Wähle Töpfe mit ausreichender Größe und Drainagelöchern, um optimales Wurzelwachstum zu gewährleisten. Hochwertige Erde ist für gesunde Pflanzen unerlässlich. Bei der Erde sollte man nicht sparen und speziell für den Cannabisanbau hergestellte Erde verwenden. Diese sind mit den nötigen Nährstoffen vorgedüngt und bieten außerdem weitere wichtige Eigenschaften wie zum Beispiel eine gute Wasser- Speicherung und Verteilung. Für junge Pflanzen sollte man ab der Keimung bis zur zweiten Woche seinen weniger stark vorgedüngte Erde, also einen sogenannten Light Mix verwenden. Für ältere Pflanzen kann man zum All Mix greifen.(organisch oder mineralisch? Das wird unten thematisiert.)

Beleuchtungssysteme: Für einen erfolgreichen Indoor-Anbau benötigst du eine künstliche Lichtquelle. Es gibt verschiedene Arten von Beleuchtung für den Anbau, darunter LED, HID (High-Intensity Discharge) und CFL (Compact Fluorescent Lamp). LED-Lampen sind beliebt, da sie energieeffizient sind und ein breites Spektrum an Licht liefern können, das den Bedürfnissen der Pflanzen während verschiedener Wachstumsphasen entspricht. HID-Lampen sind leistungsstark und bieten viel Licht, können aber mehr Wärme erzeugen. Die Leistung der Lampe sollte auf deinen Anbauraum abgestimmt sein. Eine grobe Faustformel ist hier ungefähr 300 Watt/m2. Hier locken viele Hersteller aus China mit günstigen Preisen und hohen Wattzahlen, doch leider entspricht die angegebene Leistung meistens nicht der Realität. Also gib acht! 

Belüftung und Abluft: Ein gut durchlüfteter Raum ist entscheidend. Ventilatoren sorgen für eine gleichmäßige Luftzirkulation, während Abluftsysteme die Abführung von warmen Luftmassen ermöglichen. Dies hilft nicht nur bei der Temperaturkontrolle, sondern verhindert auch Feuchtigkeitsprobleme. 

Ein Abluftsystem besteht aus einem Lüfter, einem passenden Aktivkohlefilter, der die Gerüche filtert, Schläuche und Verbindungsmaterial. Auch dein Abluftsystem sollte auf deinen Anbauraum abgestimmt sein. Tipp: Da Abluftsysteme auf voller Leistung lauter sein können, holen sich viele Gärtner Systeme mit höherer Leistung und dimmen diese.

So berechnest du die benötigte Abluft:

Du kannst dich auch für ein Abluftset entscheiden und auf das eigene Zusammenstellen verzichten. Die Sets sind in der Regel mit passender Fläche angegeben. 

Messgeräte für Umweltbedingungen: Messgeräte sind wichtig um das Klima und andere Bedingungen wie zum Beispiel der pH-Wert des Wassers im Auge zu behalten.Dies gewährleistet optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Folgende Geräte gehören zum Basis Equipment eines Gärtners:

pH-Meter: Der pH-Wert des Bodens oder der Nährlösung ist entscheidend für die Aufnahme von Nährstoffen durch die Pflanzen. Ein pH-Meter misst den sauren oder basischen Charakter einer Lösung auf einer Skala von 0 bis 14. Pflanzen haben unterschiedliche pH-Vorlieben, und ein richtig eingestellter pH-Wert ermöglicht eine optimale Nährstoffaufnahme.

EC/TDS-Meter: Diese Messgeräte messen die elektrische Leitfähigkeit bzw. den Total Dissolved Solids (TDS) einer Nährlösung. Sie geben Aufschluss über die Konzentration der gelösten Mineralien in der Lösung. Ein ausgeglichener EC-Wert gewährleistet, dass die Pflanzen die richtige Menge an Nährstoffen erhalten, ohne einer Überdüngung ausgesetzt zu sein. Falls man sich für den organischen Anbau entscheidet, benötigt man kein EC-Meter *-

Thermometer und Hygrometer: Ein Thermometer misst die Temperatur im Anbauraum, während ein Hygrometer die Luftfeuchtigkeit misst. Beide Parameter sind entscheidend für ein optimales Wachstum. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit können das Pflanzenwachstum beeinträchtigen oder Krankheiten begünstigen.

Bewässerungssutensilien/system: Eine effiziente Bewässerung, sei es durch Gießen von Hand oder den Einsatz von Tropfbewässerung, ist notwendig, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen die richtige Menge Wasser erhalten. Als Anfänger sollte man mit der Handbewässerung beginnen, um erst einmal ein Gefühl für den Wasserbedarf von Cannabis Pflanzen zu bekommen. Da sich eine Gießkanne schlecht für kleinere Töpfe eignet, empfiehlt es sich sowohl eine Sprühflasche als auch einen Handgießer im Repertoire zu haben, um langsam und kontrolliert gießen zu können. *Klicke hier für den Blogartikel „Richtige Bewässerung von Cannabis Pflanzen*

Nährstoffe und Dünger: Hochwertige Cannabis-Dünger, sei es organisch oder mineralisch, sind entscheidend, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Dies sind die grundlegenden Ausrüstungselemente, die du benötigen wirst, um deinen Indoor-Cannabis-Anbau zu starten. Im Verlauf dieses Guides werden wir uns eingehender mit jeder dieser Komponenten befassen und dir helfen, das Beste aus deinem Equipment herauszuholen. 

Notwendiges Equipment

Damit dein Indoor-Anbau reibungslos verläuft, ist es wichtig, das notwendige Equipment sorgfältig auszuwählen. Hier sind die grundlegenden Elemente, die du benötigen wirst:

Zelt/Growbox: Das Zelt ist der Raum, in dem deine Pflanzen wachsen. Wähle ein Zelt, das groß genug für die Anzahl der Pflanzen ist, die du anbauen möchtest. Es ist wichtig, genügend Platz für das Wachstum der Pflanzen einzuplanen, sowie Raum für das Beleuchtungs- und Belüftungssystem zu berücksichtigen.

Hochwertige Zeltmaterialien sind oft aus robustem Gewebe gefertigt, das Licht und Gerüche im Zelt hält. Das Material sollte reflektierend sein, um das Licht gleichmäßig auf die Pflanzen zu verteilen. Letztendlich ist es wichtig, ein Zelt zu wählen, das deinen Bedürfnissen entspricht und die richtige Umgebung für das gesunde Wachstum deiner Pflanzen schafft. Vor dem Kauf ist es ratsam, Bewertungen zu lesen und Empfehlungen von erfahrenen Growern einzuholen. 

Töpfe und Erde: Wähle Töpfe mit ausreichender Größe und Drainagelöchern, um optimales Wurzelwachstum zu gewährleisten. Hochwertige Erde ist für gesunde Pflanzen unerlässlich. Bei der Erde sollte man nicht sparen und speziell für den Cannabisanbau hergestellte Erde verwenden. Diese sind mit den nötigen Nährstoffen vorgedüngt und bieten außerdem weitere wichtige Eigenschaften wie zum Beispiel eine gute Wasser- Speicherung und Verteilung. Für junge Pflanzen sollte man ab der Keimung bis zur zweiten Woche seinen weniger stark vorgedüngte Erde, also einen sogenannten Light Mix verwenden. Für ältere Pflanzen kann man zum All Mix greifen.(organisch oder mineralisch? Das wird unten thematisiert.)

Beleuchtungssysteme: Für einen erfolgreichen Indoor-Anbau benötigst du eine künstliche Lichtquelle. Es gibt verschiedene Arten von Beleuchtung für den Anbau, darunter LED, HID (High-Intensity Discharge) und CFL (Compact Fluorescent Lamp). LED-Lampen sind beliebt, da sie energieeffizient sind und ein breites Spektrum an Licht liefern können, das den Bedürfnissen der Pflanzen während verschiedener Wachstumsphasen entspricht. HID-Lampen sind leistungsstark und bieten viel Licht, können aber mehr Wärme erzeugen. Die Leistung der Lampe sollte auf deinen Anbauraum abgestimmt sein. Eine grobe Faustformel ist hier ungefähr 300 Watt/m2. Hier locken viele Hersteller aus China mit günstigen Preisen und hohen Wattzahlen, doch leider entspricht die angegebene Leistung meistens nicht der Realität. Also gib acht! 

Belüftung und Abluft: Ein gut durchlüfteter Raum ist entscheidend. Ventilatoren sorgen für eine gleichmäßige Luftzirkulation, während Abluftsysteme die Abführung von warmen Luftmassen ermöglichen. Dies hilft nicht nur bei der Temperaturkontrolle, sondern verhindert auch Feuchtigkeitsprobleme. 

Ein Abluftsystem besteht aus einem Lüfter, einem passenden Aktivkohlefilter, der die Gerüche filtert, Schläuche und Verbindungsmaterial. Auch dein Abluftsystem sollte auf deinen Anbauraum abgestimmt sein. Tipp: Da Abluftsysteme auf voller Leistung lauter sein können, holen sich viele Gärtner Systeme mit höherer Leistung und dimmen diese.

So berechnest du die benötigte Abluft:

Du kannst dich auch für ein Abluftset entscheiden und auf das eigene Zusammenstellen verzichten. Die Sets sind in der Regel mit passender Fläche angegeben. 

Messgeräte für Umweltbedingungen: Messgeräte sind wichtig um das Klima und andere Bedingungen wie zum Beispiel der pH-Wert des Wassers im Auge zu behalten.Dies gewährleistet optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Folgende Geräte gehören zum Basis Equipment eines Gärtners:

pH-Meter: Der pH-Wert des Bodens oder der Nährlösung ist entscheidend für die Aufnahme von Nährstoffen durch die Pflanzen. Ein pH-Meter misst den sauren oder basischen Charakter einer Lösung auf einer Skala von 0 bis 14. Pflanzen haben unterschiedliche pH-Vorlieben, und ein richtig eingestellter pH-Wert ermöglicht eine optimale Nährstoffaufnahme.

EC/TDS-Meter: Diese Messgeräte messen die elektrische Leitfähigkeit bzw. den Total Dissolved Solids (TDS) einer Nährlösung. Sie geben Aufschluss über die Konzentration der gelösten Mineralien in der Lösung. Ein ausgeglichener EC-Wert gewährleistet, dass die Pflanzen die richtige Menge an Nährstoffen erhalten, ohne einer Überdüngung ausgesetzt zu sein. Falls man sich für den organischen Anbau entscheidet, benötigt man kein EC-Meter *-

Thermometer und Hygrometer: Ein Thermometer misst die Temperatur im Anbauraum, während ein Hygrometer die Luftfeuchtigkeit misst. Beide Parameter sind entscheidend für ein optimales Wachstum. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit können das Pflanzenwachstum beeinträchtigen oder Krankheiten begünstigen.

Bewässerungssutensilien/system: Eine effiziente Bewässerung, sei es durch Gießen von Hand oder den Einsatz von Tropfbewässerung, ist notwendig, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen die richtige Menge Wasser erhalten. Als Anfänger sollte man mit der Handbewässerung beginnen, um erst einmal ein Gefühl für den Wasserbedarf von Cannabis Pflanzen zu bekommen. Da sich eine Gießkanne schlecht für kleinere Töpfe eignet, empfiehlt es sich sowohl eine Sprühflasche als auch einen Handgießer im Repertoire zu haben, um langsam und kontrolliert gießen zu können. *Klicke hier für den Blogartikel „Richtige Bewässerung von Cannabis Pflanzen*

Nährstoffe und Dünger: Hochwertige Cannabis-Dünger, sei es organisch oder mineralisch, sind entscheidend, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Dies sind die grundlegenden Ausrüstungselemente, die du benötigen wirst, um deinen Indoor-Cannabis-Anbau zu starten. Im Verlauf dieses Guides werden wir uns eingehender mit jeder dieser Komponenten befassen und dir helfen, das Beste aus deinem Equipment herauszuholen. 

Nach der Planung und Vorbereitung, kann es mit dem Grow losgehen…

Die verschiedenen
Wachstumsphasen

Die Keimungs- und Sämlingsphase

Diesere Punkt markiert den ersten Schritt deines Indoor-Cannabis-Anbaus und ist von entscheidender Bedeutung für ein gesundes Pflanzenwachstum. Die Wahl der Samen ist ein entscheidender Schritt für Anfänger im Growprozess. Es gibt verschiedene Arten von Samen, die du in Betracht ziehen kannst: reguläre Samen, feminisierte Samen und selbstblühende (Autoflowering) Samen. Bei der Samenwahl ist es ratsam, qualitativ hochwertige Samen von zuverlässigen Züchtern zu wählen, um eine gute genetische Basis zu gewährleisten.

Beginne den Prozess, indem du die Samen in einem feuchten Medium wie vorgefeuchteter Anzuchterde platzierst. Halte die Umgebung feucht, aber nicht zu nass, und stelle sicher, dass die Samen ausreichend Wärme erhalten, um den Keimprozess zu fördern. Eine Wärmematte ist hier empfehlenswert. Nun dauert es 2-7 Tage bis die ersten Pflanzen ihren Kopf aus der Erde stecken. Sobald dies geschieht, benötigen sie sofort Licht.

Eine Beleuchtungsdauer von 18-24 Stunden pro Tag wird empfohlen, um das Sämlingswachstum zu unterstützen. Verwende entweder spezielle Keimlichter oder Growlampen die für jedes Stadium geeignet sind.

Achte darauf, dass die Sämlinge ausreichend Abstand zur Lichtquelle haben, um Verbrennungen zu vermeiden. Die meisten Lampen Hersteller geben auf dem Produktblatt nähere Informationen zum optimalen Abstand.

Auch der Wasserbedarf der Pflanzen ist in dieser Phase sehr gering. Du kannst sie schnell überwässern und damit die weitere Entwicklung stark beeinträchtigen. Lass die Erde zwischen den Giessvorgängen fast austrocknen. Sämlinge mögen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 60% – 70%. Falls du Probleme hast die Luftfeuchtigkeit in diesen Bereich zu bekommen, kannst du einen Luftbefeuchter verwenden. Dünger benötigen die Pflanzen mindestens die ersten zwei Wochen nicht. Wenn man rechtzeitig in größere Töpfe mit frischer Erde umtopft, muss man bis zur Blütephase sogar gar nicht düngen.

Wenn die Sämlinge ihre ersten echten Blätter entwickeln, hast du die erste Hürde überstanden. In dieser frühen Phase ist die weitere Pflege entscheidend, um kräftige und widerstandsfähige Pflanzen für die kommende Wachstumsphasen zu entwickeln.

Die Wachstumsphase

Die vegetative Phase ist eine Schlüsselperiode im Indoor-Cannabis-Anbau, in der sich deine Pflanzen zu robusten, gesunden Exemplaren entwickeln. Während dieser Zeit liegt der Fokus darauf, eine starke Grundstruktur zu schaffen, die in der Blütephase reichlich Knospen hervorbringen wird.

Auch in dieser Phase ist es essenziell, dass die Pflanzen optimale Bedingungen erhalten: ausreichend Licht, kontrollierte Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie eine angemessene Belüftung. Die Pflanzen mögen Temperaturen im Bereich von 23-28 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 55% und 65%. Anfänger sollten sich darauf konzentrieren, die Grundlagen der Pflege zu meistern, angefangen von der korrekten Düngung bis hin zu einfachen Trainingstechniken wie LST (Low Stress Training).

Pflege der Pflanzen: Während der vegetativen Phase benötigen deine Pflanzen Aufmerksamkeit und Pflege. Achte darauf, dass sie ausreichend Licht erhalten, idealerweise für 18 bis 24 Stunden pro Tag. Halte die Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten Niveau und sorge für eine gute Belüftung, um mögliche Schimmelprobleme zu minimieren.

Düngung und Nährstoffe: Die richtige Düngung spielt eine entscheidende Rolle. Hierbei gibt es zwei Hauptansätze: organisch und mineralisch. Organische Dünger bieten eine natürlichere Nährstoffquelle, während mineralische Dünger eine präzise Steuerung der Nährstoffzufuhr ermöglichen. Wähle die Methode, die zu deinen Vorlieben und Fähigkeiten passt.

Pflanzen benötigen hauptsächlich Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sowie Calcium, Magnesium und Schwefel als Makronährstoffe. Diese Elemente unterstützen verschiedene Aspekte des Pflanzenwachstums, wie die Blattentwicklung, Wurzelbildung und Blüte. Neben den Makronährstoffen benötigen Pflanzen auch Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Bor und Molybdän. Auch wenn sie in geringeren Mengen benötigt werden, sind sie für viele wichtige biochemische Prozesse in Pflanzen unerlässlich.

Pflanzen haben während der Wachstumsphasen unterschiedliche Bedürfnisse. Dünger sind oft speziell auf diese Phasen abgestimmt. Wachstumsdünger enthalten in der Regel höhere Stickstoffanteile für das vegetative Wachstum, während Blütendünger mehr Phosphor für die Blütenbildung enthält.

Die richtige Dosierung ist entscheidend. Eine Überdüngung kann zu Verbrennungen der Pflanzenwurzeln oder zu einer Ansammlung von Salzen im Boden führen, während zu wenig Dünger zu Nährstoffmangel und schlechtem Wachstum führen kann. Es ist wichtig, sich an die Anweisungen auf der Düngerverpackung zu halten und regelmäßig die Pflanzen zu beobachten, um Anpassungen vorzunehmen.

Trainingstechniken: In der vegetativen Phase kannst du Trainingstechniken anwenden, um das Pflanzenwachstum zu steuern. Das Topping ist zum Beispiel eine Methode, bei der die Spitzen der Pflanzen entfernt werden, um das Wachstum der unteren Zweige zu fördern. Das LST (Low Stress Training) beinhaltet das Biegen der Zweige, um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten.

Überwachung von Nährstoffen: Beobachte deine Pflanzen auf Anzeichen von Nährstoffmängeln oder -überschüssen. Gelbe Blätter könnten auf einen Mangel hinweisen, während übermäßiges Dunkelgrün Anzeichen für eine Überdüngung sein könnte. Dies ist der Zeitpunkt, um auf die Bedürfnisse deiner Pflanzen zu reagieren und gegebenenfalls Anpassungen an der Düngung vorzunehmen.

Die vegetative Phase ist eine Vorbereitungszeit für die Blüte, in der eine sorgfältige Pflege und Aufmerksamkeit zu starken, gesunden Pflanzen führen wird. Mit einem soliden Fundament kannst du mit Zuversicht in die nächste Phase deines Indoor-Cannabis-Anbaus übergehen.

Die Blütephase

Die Blütephase ist der Höhepunkt und das Highlight des Indoor-Cannabis-Anbaus. In dieser Phase geht es darum, die weiblichen Pflanzen zur Produktion von reifen Blüten zu bringen, die das begehrte Cannabinoid- und Terpenprofil enthalten.

Der Lichtzyklus wird jetzt auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umgestellt, um die Blüte zu initiieren. Die Pflanzen werden nach ungefähr ein bis zwei Wochen anfangen, ihre charakteristischen Blütenstände zu entwickeln, und auch hier ist entscheidend, während dieser Zeit eine konstante Umgebung zu gewährleisten.

Die Temperatur sollte nun zwischen 20 und 25 Grad gehalten werden und die Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 50%. Eine dauerhafte gute Belüftung ist wichtig, um das Risiko von Schimmelbildung zu minimieren.

Die Blütephase ist auch die Zeit, in der das richtige Verständnis der Nährstoffbedürfnisse der Pflanzen entscheidend ist. Blütedünger mit höherem Phosphorgehalt unterstützen die Blütenbildung. Beobachte deine Pflanzen genau auf Anzeichen von Nährstoffmängeln oder Krankheiten und reagiere entsprechend.

Während dieser aufregenden Phase kannst du die Entwicklung deiner Blüten bewundern und darauf achten, wann sie reif für die Ernte sind. Die Blütezeit variiert je nach Cannabissorte, also halte ein Auge auf die Trichome (Harzdrüsen) an den Blüten, um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen.

Mit sorgfältiger Pflege in der Blütephase wirst du mit duftenden, reifen Blüten belohnt werden, die das Ergebnis deiner Mühen und Aufmerksamkeit im gesamten Anbauzyklus sind.

Ernte & Trocknung

Die Ernte markiert den krönenden Abschluss deines Indoor-Cannabis-Anbaus und den Beginn der Phase, in der du die Früchte deinerArbeit genießen kannst.Diese Dinge solltest dubei der Ernte undTrocknung beachten

Erntezeitpunkt: Der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist entscheidend. Beobachte die Trichome auf den Blüten: Wenn sie 80%-90% eine milchig-weisse und 10%-20% bernsteinfarbene Farbe annehmen, ist es in der Regel an der Zeit zu ernten. Zu diesem Zeitpunkt enthalten die Blüten das maximale Cannabinoid- und Terpenprofil.

Erntetechniken: Man kann die Pflanze entweder in mehreren Stücken oder im ganzen Ernten. Am besten ist es die Pflanze im Ganzen unten am Hauptstamm abzutrennen, um einen langsamen Trocknungsprozess zu fördern. Verwende scharfe Scheren oder Trimmscheren, um den Stamm durchzuschneiden. Schneide größere Blätter ab auf denen keine Trichome sind, um den Trocknungsprozess nicht unnötig zu verlangsamen.

Trocknung: Sobald die Blüten geerntet sind, beginnt die Trocknungsphase. Hänge die abgeschnittene Pflanze kopfüber an einem dunklen Ort auf, der gut belüftet ist. Das Grow Zelt kann hier als guter Ort dienen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 58- 62% und eine Temperatur zwischen 18-20°C sind ideal. Dieser Prozess dauert normalerweise etwa 10-14 Tage.

Überwachung der Trocknung: Während des Trocknungsprozesses ist es wichtig, die Blüten regelmäßig zu überprüfen. Sie sollten sich trocken anfühlen, aber noch leicht flexibel (innen feucht) sein. Achte darauf, dass die Blüten nicht zu schnell trocknen, um die Qualität nicht zu beeinträchtigen. Auch das Knicken der Stängel kann hilfreich sein, um den Status der Trocknung zu prüfen. Wenn sie beim Biegen kurz vor dem Knacken sind, dauert es nicht mehr lange bis man die Blüten trimmen kann.

Curing (Aushärtung): Nach dem Trocknen und Trimmen folgt die Aushärtung. Lege die getrockneten Blüten in luftdichte Gläser und lagere sie an einem kühlen, dunklen Ort. Das Aushärten verbessert den Geschmack und die Raucheigenschaften des Endprodukts. Öffne die Gläser täglich für kurze Zeit (15-20min), um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Feuchtigkeitspads in den Gläsern können hilfreich sein, die Luftfeuchtigkeit im Rahmen zu halten.

Die Ernte und Trocknung erfordern Geduld und Sorgfalt, aber die Belohnung ist hochwertiges, selbstangebautes Cannabis. Freue dich darauf, deine eigenen Blüten zu probieren und den einzigartigen Geschmack und die Wirkung deiner Arbeit zu erleben.

Pflege während des Anbaus

Die Pflege während des Anbaus ist entscheidend, um gesunde und ertragreiche Cannabis-Pflanzen zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Aspekte, auf die du während des gesamten Anbauzyklus achten solltest:

Gießen und Bewässerung: Stelle sicher, dass du deine Pflanzen gleichmäßig, aber nicht übermäßig gießt. Lasse die oberste Erdschicht vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen, um Staunässe zu vermeiden. Überwässerung kann zu Wurzelfäule führen, während Unterwässerung das Wachstum beeinträchtigen kann.

Kontrolle von pH- und EC-Werten: Der pH-Wert des Bodens ist entscheidend für die Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Überprüfe regelmäßig den pH-Wert des Gießwassers und stelle sicher, dass er im optimalen Bereich liegt (6,0-6,5 für Erde). Der Elektrische Leitfähigkeitswert (EC-Wert) gibt Aufschluss über die Konzentration der Nährstoffe im Wasser.

Überwachung von Nährstoffmängeln: Achte auf Anzeichen von Nährstoffmängeln, die sich in Veränderungen der Blattfarbe oder -struktur zeigen können. Gelbe Blätter können auf einen Stickstoffmangel hinweisen, während braune Flecken auf einen Mangel an Magnesium oder Kalzium hindeuten können. Die frühzeitige Erkennung und Korrektur von Mängeln ist entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Anpassungen vornehmen: Sei bereit, Anpassungen vorzunehmen, wenn du Anzeichen von Stress oder Mängeln bemerkst. Dies könnte eine Anpassung der Bewässerung, der Düngung oder des Lichtzyklus umfassen. Die Fähigkeit, flexibel auf die Bedürfnisse deiner Pflanzen zu reagieren, ist entscheidend für einen erfolgreichen Anbau.

Tagebuch führen: Halte alle Pflegemaßnahmen in einem Tagebuch fest. Dies ermöglicht es dir, Trends zu erkennen, Muster zu analysieren und bei zukünftigen Anbauversuchen von deinen Erfahrungen zu lernen.

Die sorgfältige Pflege während des Anbaus ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ernte. Durch die Aufrechterhaltung optimaler Bedingungen und die proaktive Identifizierung von Problemen schaffst du eine Umgebung, in der deine Cannabis-Pflanzen florieren können.

Häufige Probleme beim Cannabis-Anbau und Lösungen

Der Cannabis-Anbau kann mit Herausforderungen verbunden sein, aber mit dem richtigen Wissen und Vorbereitung kannst du häufig auftretende Probleme erfolgreich bewältigen. Hier sind einige typische Schwierigkeiten und ihre Lösungen:

1. Schädlinge und Krankheiten:

Halte deinen Anbauraum sauber und hygienisch. Verwende natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel und überwache regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Identifiziere das spezifische Problem und wende gezielte Maßnahmen an, sei es biologische Bekämpfungsmittel, Neemöl oder andere bewährte Methoden.

2. Überdüngung oder Unterernährung:

Beachte die Dosierungsanweisungen für Dünger und starte mit halber Stärke, besonders wenn du ein Anfänger bist. Überwache pH- und EC-Werte. Spüle den Boden mit pH-ausgeglichenem Wasser, um überschüssige Nährstoffe bei Überdüngung zu entfernen. Passe die Düngermenge entsprechend an.

3. Lichtstress

Stelle sicher, dass die Lichtintensität den Bedürfnissen der Pflanzen entspricht. Beginne mit einer angemessenen Intensität. Reduziere die Lichtintensität oder den Abstand der Lichtquelle, wenn Anzeichen von Lichtstress auftreten.

4. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsprobleme:

Kontrolliere die Umgebungsbedingungen sorgfältig. Verwende auf jeden Fall ein Abluftsystem und Ventilatoren, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Stelle sicher, dass die Belüftung ausreichend ist und passe die Temperatureinstellungen an. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit können Entfeuchter helfen.

5. Überwässerung und Unterwässerung:

Überprüfe regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit. Lass die oberste Erdschicht leicht antrocknen, bevor du erneut gießt. Passe die Bewässerungsmenge an. Bei Überwässerung lasse den Boden gut abtrocknen, und bei Unterwässerung erhöhe die Wassermenge.

6. Genetische Probleme:

Wähle hochwertige Samen von vertrauenswürdigen Züchtern. Wenn genetische Probleme auftreten, sei vorbereitet, die Pflanze zu isolieren oder zu entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Indem du proaktiv auf mögliche Probleme achtest und schnelle Lösungen anwendest, kannst du sicherstellen, dass deine Cannabis-Pflanzen gesund und vital bleiben. Ein aufmerksamer Anbau und frühzeitige Intervention sind Schlüsselelemente für einen erfolgreichen Cannabis-Anbau.

Das war´s auch schon mit den Grundlagen.

Der Anbau von Pflanzen erfordert Geduld, Hingabe und ein gewisses Maß an Experimentierfreude. Als Anfänger im Growprozess ist es wichtig, sich auf das Lernen und die Entwicklung deiner Fähigkeiten zu konzentrieren. Fehler gehören dazu und bieten wertvolle Lektionen für zukünftige Grows.

Bleibe neugierig, informiere dich weiter und sei geduldig mit dir selbst. Mit der Zeit wirst du mehr Verständnis und Geschicklichkeit 

Fazit

Den richtigen Erntezeitpunkt für deine Cannabispflanzen zu erkennen, erfordert Aufmerksamkeit, Geduld und Wissen. Die sorgfältige Beobachtung der Trichome ist entscheidend. Mit der richtigen Vorbereitung und Sorgfalt kannst du hochwertige Cannabisblüten ernten, die deinen Erwartungen entsprechen.

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